Wir arbeiten mit Hochschulen an drei Stellen: beim Career Service, bei der Orientierung an Partnerschulen – also bei denen, die sich erst noch bewerben – und, wenn der Haushalt eng ist, bei der Projektfinanzierung.
Seitdem private und staatliche Hochschulen bei der Auswahl ihrer Studierenden autonomer agieren dürfen, kommt es besonders darauf an, dass eine Hochschule für Bewerber attraktiv ist: im Studienangebot, in der Qualität von Lehre und Forschung und in dem, was sie darüber hinaus bietet.
Der Abstand zwischen den Hochschularten ist dabei aufschlussreich: Er erklärt sich zum Teil aus dem unterschiedlichen Fächerprofil, zum Teil aus den Rahmenbedingungen des Studienstarts. Wie weit die Werte nach Fächern auseinandergehen, steht unter Studienabbruch: Wo er stattfindet – und wo kaum. Beides ist gestaltbar. Das verschiebt die Frage von der Auslese zur Auswahl – entscheidend ist, dass die eingesetzten Verfahren verlässlich messen, was sie zu messen vorgeben, und dass sie die Chancengleichheit wahren.
Womit Hochschulen sich unterscheiden
Im Kern gewinnen Hochschulen ihren Vorsprung nicht über das akademische Angebot allein, sondern über das, was daneben steht: studienbegleitende Programme, die Studierende tatsächlich nutzen. Nur so entscheiden sich gute Bewerber für eine bestimmte Hochschule und nicht für die nächstgelegene.
Dazu gehören ein professioneller Career Service und ein Seminar- und Vortragsprogramm zur Persönlichkeitsentwicklung. Der Weg dorthin beginnt aber früher, als die meisten Häuser ansetzen: nämlich bei denen, die sich noch gar nicht beworben haben.
Auch für Hochschulen gilt: Ein Vorhaben scheitert selten an der Idee, sondern am Titel im Haushalt.