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Stand: September 2026 Schulpolitik · Studienwahl

Haltung

Was die Schule leistet – und wo Freiwilligkeit anfängt

Über die Landesprogramme zur Berufsorientierung wird viel geklagt, meist von Leuten, die etwas verkaufen wollen. Wir sehen das anders – und trotzdem gibt es eine Grenze, an der sie enden.

In allen Ländern, in denen wir arbeiten, gibt es verbindliche Konzepte zur Berufs- und Studienorientierung. In Nordrhein-Westfalen heißt das Programm KAoA, Baden-Württemberg und Hessen haben eigene Wege. Die Namen unterscheiden sich, der Gedanke ist derselbe: Kein Jugendlicher soll die Schule verlassen, ohne sich einmal systematisch mit der Zeit danach beschäftigt zu haben.

Siebzehnjährige unterscheiden sehr genau zwischen dem, was sie tun müssen, und dem, wofür sie sich entschieden haben.

Das ist eine gute Idee, und sie wirkt. Vor diesen Programmen hing es vom Elternhaus ab, ob jemand rechtzeitig nachdachte. Heute hängt es das nicht mehr allein.

Die Stärke ist zugleich die Grenze

Ein verbindliches Programm muss alle erreichen. Also muss es für alle passen – für die, die seit der siebten Klasse Medizin studieren wollen, und für die, die noch nie darüber nachgedacht haben. Es setzt notwendigerweise in der Mitte an.

Das bringt jeden weiter, der noch gar nicht angefangen hat. Wer bereits weiter ist, tritt auf der Stelle. Und wer aus eigenem Antrieb tiefer einsteigen will, findet im Pflichtprogramm keinen Platz dafür.

Hinzu kommt das, was Pflicht mit Jugendlichen macht. Ein Termin, den man wahrnehmen muss, wird anders besucht als einer, für den man sich entschieden hat. Das ist kein Vorwurf an die Schulen – es ist eine Eigenschaft von Pflicht.

Wo wir ansetzen

Deshalb heißt unser Verfahren FIBIDO: Freiwillige Individuelle Berufsorientierung In Der Oberstufe. Das erste Wort ist das wichtigste.

Wir ersetzen nichts. Wir kommen dort dazu, wo ein Jugendlicher von sich aus mehr will, und wir arbeiten mit denen, die sich melden. Für Lehrkräfte heißt das: kein zusätzliches Programm, das betreut werden muss, sondern ein Angebot, auf das sie verweisen können.

Was in Ihrem Bundesland gilt und wie sich die Programme unterscheiden, steht unter Landeskonzepte.

Recherche mit KI-Unterstützung. Für diesen Beitrag wurden öffentlich zugängliche Quellen maschinell ausgewertet – Meldungen der Ministerien, Studien, amtliche Statistiken. Geprüft, überarbeitet und verantwortet hat ihn Lutz Thimm.

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Freiwillig heißt nicht beliebig

Wie ein freiwilliges Projekt an einer Oberstufe zustande kommt und wer es bezahlt, steht unter Schulen und Projektfinanzierung.